Interview zum Thema Lohngerechtigkeit mit Jakob


Interview zum Thema Lohngerechtigkeit mit Jakob

Am Anfang 2018 ist das Entgelttransparenzgesetz in Deutschland in Kraft getreten. Aber was heißt das eigentlich für die Lohngerechtigkeit? Student Jakob kommt immer in unsere Unterrichtstunden, um wichtige heutige Themen zu besprechen und diese Woche haben wir genau dieses besprochen.

Zu Beginn habe ich ihm eine Frage Definition gestellt. Für Jakob ist die Lohngerechtigkeit, wenn Frauen- oder irgendjemanden übrigens- nicht benachteiligt oder diskriminiert werden: Im Kern, wenn Männer und Frauen gleichermaßen für Leistung belohnt werden und dasselbe für ihre Anstellung. 

Bezüglich der praktischen Umsetzung von Lohngerechtigkeit war ich interessiert an Jakobs Meinung von welcher Unterstutzung Unternehmen benötigen. So Jakob ist es nicht schwer herzustellen: gar keine. Er glaubt, dass Unternehmen keine Unterstützung für etwas benötigen sollten, was sie vor langer Zeit hätten loswerden sollen, und wenn sie wirklich die ehrliche Absicht haben, bessere Gleichheit einzuführen, können sie dies problemlos schaffen. 

Aus Jakobs Sicht wird das Problem der Lohngerechtigkeit nicht irgendwann bald gelöst werden und dieses neue Gesetz als Hilfsmittel dient nur als Blindenstock in einem stockdunklen Keller- im Gegensatz zu einem Licht oder so. Wir waren uns beide einig, dass eine der Lösungen könnte sein, über Geld und Löhne häufiger in der Gesellschaft zu reden, damit sie nicht so ein Tabu wären, sondern zur Norm werden würden. Dann gäbe es weniger Peinlichkeit, wenn Frauen so ein Gesetz, wie das kürzlich eingeführte, anwenden würden.

Zum Schluss fragte ich Jakob danach, ob er schon jemals solche Probleme mit Löhnen am Arbeitsplatz hatte. Sowohl er noch nicht so viele Erfahrung am Arbeitsplatz gesammelt hat, glaubt er, dass er in naher Zukunft wenige Probleme hätte, denn die Chancen wären auf jeden Fall zu seinen Gunsten. Dennoch, selbst wenn er behauptet, kein Lohngerechtigkeitsaktivist zu sein, würde er unbedingt dem Kampf für Lohngleichheit in der Zukunft beitreten, wenn die Bewegung wüchse.






Comments

  1. Mir ist es auch klar, dass Lohngerechtigkeit nicht möglich mit diesem Gesetz ist und die Gesellschaft braucht Gesetze, die eigentliche Veränderungen verursachen. Gegenwärtig muss jede Frau ihre Kämpfe selbst ausfechten, was nicht gerecht ist, da es oft langwierig ist. Vielleicht könnten wir sagen, das dieses Gesetz bewusstseinserweiternd ist, was der Zukunft von Lohngerechtigkeit helfen könnte.

    ReplyDelete

Post a Comment

Popular posts from this blog

Die steigende Zahl von an einem psychischen Problem leidende Studenten

Beto O'Rourke und Midterms 2018

Tian'anmen-Platz Vorfall 1989