Ein Versuch, die Verdienstluecke zu loesen


Ich habe mit Hannah ueber die Lohnluecke kuerzlich diskutiert. Zwar ist es ein Thema, worueber wir nicht viel nachgedacht haben. Aber mir wurde klar, dass, falls ich in meiner Kerriere herausfaende, dass maennliche Kollegen mit den gleichen Qualifikationen und Erfahrung als ich mehr als ich verdienten, waere ich auf hundertachtzig.

Um die Bekanntheit zu erhoehen und die Lohngleichheit zu verbessern, hat die britische Regierung die Meldung des geschlechtsspezifischen Lohnunterschieds verbindlich vorgeschrieben. Aber nur fuer Organisationen mit mindestens 250 Arbeitnehmer. Was ist mit in klein und mittelständisches Unternehmen arbeitende Frauen? Verdienen sie nicht die Gehaltsvergleichsinformationen?

Hannah besorgt, dass die Meldung nutzlos sein koennte, weil Unternehmen nicht fuer ein großes geschlechtsspezifisches Lohngefaelle bestraft werden koennen. Sie wuerden nur bestraft werden, wenn sie ihre Daten nicht veröffentlichten oder irreführende Statistik veröffentlichten.

Weiterhin ist das Lohngefälle nicht gleichbedeutend mit gleichem Lohn. Diese Maßnahme ist definiert als der Unterschied im Mediangehalt zwischen Männern und Frauen. Deswegen habe ich bemerkt, dass die Statistik gleichen Lohn fuer gleiche Arbeit ausser Acht laesst. Eine Firma haette also eine Lohnluecke, wenn die Fuehrungsspitze zumeist aus Maenner bestaende, trotz der gleichen Entlohnung von Fruaen und Maenner in aehlichen Arbeitsstellen. Nach meinem Dafuerhalten hat die Meldung des geschlechtsspezifischen Lohnunterschieds deshalb begrenzte Nuetzlichkeit.

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